Prozesse erreichen die Bundeskanzlerin

Heute einmal ein eher kurzer Beitrag, in dem ich im Wesentlichen auf eine Nachricht der Tagesschau verweisen möchte. Endlich hat die Bedeutung der Prozesse auch die Bundeskanzlerin erreicht. Einige Zitate aus Ihrer Ansprache für das Online-Treffen des Weltwirtschaftsforums lassen aufhorchen. So wird in dem Artikel der Tagesschau konstatiert:

Kritisch äußerte sie sich etwa zur Geschwindigkeit von Prozessen: „Die Schnelligkeit unseres Handelns lässt sehr zu wünschen übrig.“

Oder:

Prozesse seien oft sehr bürokratisch geworden und dauerten lange. Da habe man nachzuarbeiten. „Wo wir nicht gut aussahen, das zeigt sich bis in die heutigen Tage, das ist der Mangel an Digitalisierung unserer Gesellschaft“, so Merkel weiter. Als Beispiele nannte sie die mangelnde Vernetzung der Gesundheitsämter, der Verwaltung und des Bildungssystems.

Die Analyse unserer Bundeskanzlerin stimmt natürlich, doch was setzt Sie dem konkret entgegen? Da bleibt Sie einmal mehr Antworten schuldig! Zweifel bleiben, zumal es ja noch nicht einmal innerhalb eines Bundeslandes funktioniert, wie ich in meinem Blog über das Digitalministerium in Bayern beleuchtet habe.

Übrigens hat sich Dr. Daniel Stelter in seinem letzten Podcast vom 24.01.2021 ebenfalls des Themas der miserabel digitalisierten Gesundheitsämter angenommen. In den ersten gut fünf Minuten seines Podcasts weist er auf die schlechte Umsetzung bei der Kontaktnachverfolgung und der Veröffentlichungspolitik der Infiziertenzahlen des RKIs hin. Leider sieht Dr. Stelter eine Linderung des Problems bei der Kontaktnachverfolgung auch nur in der Aufstockung des Personals. Die Kanzlerin wird in diesem Zusammenhang mit den Worten zitiert, dass in den anstehenden Semesterferien Studierende ja einen Nebenjob in den Gesundheitsämtern annehmen und bei der Kontaktnachverfolgung per Telefonanrufe unterstützen könnten (ab Minute 3:39 bis Minute 4:32). Sorry, aber das ist zum Fremdschämen!

Hier wird deutlich, wie Worte und Taten voneinander abweichen und die gute Frau von Digitalisierung leider nichts versteht. Nein, wir brauchen nicht mehr Personal, sondern weniger! Das erreichen wir aber nun mal nur über die konsequente Automatisierung von Prozessen! Wie das geht, wissen Sie, meine Leser, ja zum Glück 😉

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